zum Inhalt
Logo Elterninitiative zur Wahrung der Geistigen Freiheit e.V. Leverkusen

Elterninitiative zur Wahrung der geistigen Freiheit e.V. Leverkusen

ISKCON / Hare Krishna Bewegung

Was ist die ISKCON?

Die  ISKCON (International Society for Krishna Consciousness) oder populär Hare Krishna Bewegung ist eine weltweit agierende Gurubewegung. Die ISKCON wird wegen ihrer weltweiten negativen Schlagzeilen, ihrer tatsächlichen Ziele, der Behandlung ihrer Anhänger und ihres wirtschaftlichen Strebens zu den destruktiven Kulten gezählt. Sie wirbt neue Anhänger in den Bereichen Esoterik, Vegetarismus, Ayur Veda und vieles mehr.


Der Gründer

Die Iskcon wurde 1966  von dem Inder Abhoy Charan De (1.09.1896 – 14.11.1977) in den U.S.A. gegründet. Er trug den Titel: Seine Göttliche Gnade A.C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada. Sie entstand als Folge der ständigen Streitereien in der  von seinem verstorbenen Guru Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur geleiteten Organisation der Gaudiya Vaishnava-Linie, die sich auf Chaitanya (16. Jahrhundert) beruft. Als Guru Prabhupada 1977 in Vrindavan verstarb, hinterließ er ein Wirtschaftsimperium, dessen Aufstieg aus fragwürdigen Quellen und mit ebensolchen Methoden erreicht wurde.

Da er keinen alleinigen Nachfolger bestimmt hatte, übernahmen die elf engsten Vertrauten die Macht. Sie gehörten zur Governing Body Commission (GBC), dem Führungs-und Verwaltungsgremium der ISKCON.

Einer der Elf

Unter den Nachfolgern aus dem GBC war auch ein amerikanischer Staatsbürger mit Namen Robert Kampaňola, alias Harikesa Swami, der sich dann von seinen Anhängern "His Divine Grace Swami Vishnupada" nennen ließ. Er kontrollierte fast ganz Europa aber auch den damaligen Ostblock. Seine Bemühungen, immer mehr Gelder in die ISKCON-Projekte nach Indien zu schleusen, waren sehr erfolgreich und festigten seine Machtposition in der Organisation.

1981 gab er ein Buch mit dem Titel: „Varnasrama-Manifest der sozialen Vernunft“ heraus. Sein Anliegen war die Verbreitung eines antidemokratischen Vier-Kasten-Systems, wie es auch in den Schriften Prabhupadas  zu finden ist. Dieses Buch wurde von der Bundesregierung als „fragwürdig“ bezeichnet.„Demokratische Grundwerte haben aufgrund der Verhaftung im Kastendenken keinen Stellenwert“, heißt es u. a. im Urteil (AZ: 10L 403/94, VerwG Köln)


Harikesa  hat die ISKCON verlassen und hinterließ damit bei seinen Schülern große Verwirrung.

 

Der wirtschaftliche Aspekt

Die ISKCON betreibt unzählige kleine und große Wirtschaftsunternehmen. Häufig sind es Betriebe der Bereiche Lebensmittel/Naturkost, Bilderhandel, Reisebüros, Computerservice, Gesundheit und „Lebensberatung“. Im Allgemeinen gelten die Mitglieder als selbständige Unternehmer, sind aber tatsächlich abhängig in ihren unternehmerischen Entscheidungen. ISKCON unterhält Fernsehstudios, Rundfunksender, Restaurants und Imbisse, Buchverlage und vieles mehr.


ISKCON-Zentren

Nach Öffnung der Berliner Mauer hatte sich die  ISKCON kräftig ausgebreitet. Sie erhielt regen Zulauf. Dieser Trend ist inzwischen wieder rückläufig. Durch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland (z.B. hohe Arbeitslosigkeit) und die Aufklärung der Öffentlichkeit (auch durch das www) brach die finanzielle Hauptstütze, der Straßenverkauf der Bücher Prabhupadas,  drastisch ein.

In Berlin, Abentheuer, Köln, Wiesbaden, Hamburg, Nienburg, Heidelberg, München, Nürnberg und Jandelsbrunn existieren ISKCON-Zentren. Sogenannte Bhakti-Treffpunkte sind in Bochum, Hannover, Coburg, Weimar und  Lintach. Es gibt aber noch weitere Stützpunkte, wie z. B. die Veden Akademie in Schöna und die Deutsche Sankirtan-Allianz in Brücken.


Die erste ISKCON-Stadt ist in Indien geplant. In Mayapur/Westbengalen entstand ein Komplex, der für 50.000 Einwohner konzipiert ist. Diese Stadt soll nach eigenen Gesetzen regiert werden und völlig autark sein. Mayapur ist das ISKCON-Weltzentrum .


Das Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit

Früher waren die Krishna-Anhänger an ihren „safranfarbenen Wickelgewändern“ leicht zu erkennen. Heutzutage werden die Straßenverkäufe von Büchern, CD’s und Süßigkeiten nur noch in normaler Straßenkleidung durchgeführt, um nicht gleich erkannt zu werden.  In den Jahren ihres Bestehens ist die Organisation und viele ihrer Anhänger immer wieder negativ in Erscheinung getreten.  Kriminelle Machenschaften, wie Drogen- und Waffenhandel, Betrug, Diebstahl, Raub und Schmuggel aber auch sexueller Kindesmissbrauch und Mord wurden weltweit durch die Presse bekannt gemacht.

 

© Ursula Zöpel